"Angekommen - Buer und seine Gastarbeiter"

Buchpräsentation

Lob und Anerkennung für eine Publikation, die niedersachsenweit einmalig sein dürfte: Im Rahmen einer Feierstunde in der Oberschule Buer ist am Mittwoch das Buch „Angekommen – Buer und seine Gastarbeiter“ offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt worden. In Grußworten würdigten die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe und Schirmherrin des Projektes, Doris Schröder-Köpf, der Generalkonsul der Republik Türkei in Hannover, Mehmet Günay, Dr. Winfried Wilkens als Kreisrat des Landkreises Osnabrück und die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Melle, Silke Meier, den rund 230 Seiten umfassenden Band, der informativ gestaltet und reich illustriert wurde. In dieser höchst interessanten Schrift berichten Schüler und Zeitzeugen von Menschen, die vor mehr als 50 Jahren auf unterschiedlichsten Wegen aus der Türkei und weiteren Nationen in das Bueraner Land kamen und sich dort eine neue Existenz aufbauten.


Die Leiterin der Oberschule, Angelika Grobe, zeigte sich in ihrer Begrüßungsansprache hocherfreut darüber, dass so zahlreiche Gäste den Weg zu dieser Buchpräsentation gefunden hatten. Für sie stand fest: „Die Publikation stellt ein außergewöhnliches Zeitzeugnis dar.“ In ähnlicher Weise äußerte sich die Schirmherrin Doris Schröder-Köpf. Sie dankte den Verantwortlichen des Buchprojektes sowie den jungen Autorinnen und Autoren für ihr beispielgebendes Engagement, um diese Schrift zu realisieren. „Dieses Buch gibt dem Begriff ,Migration‘ viele Gesichter“, lobte die Ehefrau von Altkanzler Gerhard Schröder. Zum Abschluss ihrer Ausführungen zitierte sie Max Frisch mit den Worten „Wir riefen Arbeitskräfte, aber es kamen Menschen“. Damit habe der bekannte Schriftsteller bereits im Jahre 1965 auf den Punkt gebracht, was in Buer bereits seit längerer Zeit gelebt werde – nämlich in den früheren Gastarbeitern Mitmenschen zu sehen. Auch Generalkonsul Mehmet Günay war des Lobes voll, indem er erklärte: „Die Buchveröffentlichung unterstreicht, dass Buer ein idealer Ort für den Dialog der Kulturen ist.“

 

Der Initiator des Buchprojektes, Vahdettin Kilic, würdigte die Schrift als „ein Zeichen des Respektes der zweiten Generation vor ihren Eltern“, die vor rund fünf Dekaden als Gastarbeiter in den Grönegau gekommen waren. So solle dieses Buch auch als Dank für die Elterngeneration angesehen werden.

 

Das Buch „Angekommen – Buer und seine Gastarbeiter“ wurde vom Netzwerk Jugendhaus Buer e. V. herausgegeben. Die Gesamtredaktion und Projektleitung lag in den Händen von Ursula Thöle-Ehlhardt. Als Autoren fungierten Anastasija Jovanovic, Béla Schmidtendorf, Janne Saßenberg, Lukas Paech, Resul Azattemür und Sena Azattemür als Mitglieder einer Arbeitsgemeinschaft, die eigens für dieses Projekt an der Oberschule Buer ins Leben gerufen worden war. Die Leitung der Arbeitsgemeinschaft hatten Annegret Tepe und Angelika Grobe inne. Gestaltung und Layout der Publikation lag in den Händen von Lukas Ehlhardt.

Text: Pressemitteilung der Stadt Melle; Jürgen Krämer

Das Buch kostet 25 Euro und ist hier erhältlich: Oberschule Buer, Sparkasse in Buer, Sutmöller in Melle!