Der Stadtteil Buer

Martinikirche
Martinikirche

Der Stadtteil Buer liegt am Nordosthang der Meller Berge im Wiehengbirge. Der Stadtteil ist von weitem an seinem spitzen Kirchturm (67m), dem "Buerschen Bleistift" erkennbar. Buer hat ca. 5.000 Einwohner und nimmt mit ca. 48 km² etwa 1/5 des gesamten Meller Stadtgebietes ein. Das Dorf Buer entstand aus einer altsächsischen Siedlung. Es war im Mittelalter oft in Grenzfehden zwischen den Bistümern Osnabrück und Minden verwickelt. Bis 1973 war Buer 135 Jahre lang Sitz der Superintendentur der ev.-luth. Kirchengemeinden der ehemaligen Kreise Melle und Wittlage.

 

Unter der alten Linde an der Hilgensele trifft sich seit mindestens 400 Jahren alljährlich am ersten Montag nach Jakobi (25. Juli) die Bevölkerung von Buer zu einer "öffentlichen Gemeindeversammlung", dem "Guten Morgen". Bemerkenswerte Naturdenkmale sind "Upmeyer's Eiche" in Wehringdorf, die Tongrube in Barkhausen und unmittelbar hinter der Kreisgrenze zu Wittlage die "Saurierspuren". Der sog. "Gute Ort", der jüdische Friedhof in einer Feldflur in Buer vor dem Walde, erinnert an die ehemaligen zahlreichen jüdischen Einwohner. Neben der Landwirtschaft haben einige mittelständische Handwerks- und Industriebetriebe den Namen Buer bekannt gemacht.

 

Dr. H. F. Bäumer