Geschichte der Realschule Buer

Die Entwicklung der Schule in Buer geht auf das Jahr 1515 zurück. Das Präsentations- und Patronatsrecht lag bei den adligen Burghäusern Ostenwalde und Huntemühlen, die das Recht auf Einstellung für Lehrer für sich beanspruchten. Bis ins 17. Jh. hatten die Lehrer oftmals noch einen weiteren Beruf, da das Gehalt recht dürftig war. 1673 wurde mit Unterstützung des Landesherren ein neues Schulhaus erbaut. Noch vor Einführung der allgemeinen Schulpflicht im Hochstift Osnabrück im Jahre 1693 veranlasste der schlechte Schulbesuch in Buer Ernst-August I. (1691), für Buer eine Sonderregelung zu treffen, so dass alle Eltern ihre Kinder zur Schule schicken sollten, es aber weiterhin nicht taten. Die Realschule Buer entwickelte sich 1828 aus einer Privatschule. Das Bildungsbedürfnis vieler Bueraner Familien forderte eine solche Schule. Der erste Lehrer cand. phil. Seitz begann den Unterricht mit 14 Schülern. Die Lehrergehälter mussten von den Eltern aufgebracht werden, sicherten damit jedoch keinem Lehrer einen ausreichenden Lebensunterhalt. 1866 wurde aus der Privatschule Buer eine zweiklassige Bürgerschule, die 1896 von der Samtgemeinde Buer als Träger übernommen wurde. 1928 erhielt die Schule die staatliche Anerkennung als Mittelschule. Nach den beiden Weltkriegen, in denen ein kontinuierliches Unterrichten äußerst schwierig war, feierte die Mittelschule Buer 1948 ihr 120jähriges Jubiläum. 1958 zog die Mittelschule, später Realschule in das heutige Gebäude, der dazugehörige Fachklassentrakt mit Fachräumen für Biologie, Physik, Chemie und Werken/Technik wurde 1980 bezogen.

Dr. H.F. Bäumer

 

Nachtrag: Am 14. Juni 2003 feierte die Realschule Buer erneut ein

Jubiläum: 175 Jahre Realschule Buer!