Schüleraustausch mit Nigde

„Melle ist eine weltoffene Stadt!“ Das machte der Erste Stadtrat Andreas Dreier deutlich, als er jetzt im Jugendzentrum „Altes Stahlwerk“ in Melle-Mitte eine Delegation der Bor Akin Gönen Anadolu Lisesi – einer Bildungseinrichtung in Melles türkischer Partnerstadt Nigde – im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt willkommen hieß. Das 13-köpfige Schülerteam, das von Schulleiter Süleyman Aidin, dessen Stellvertreter Sükrü Güvenc und zwei weiteren Pädagogen begleitet wird, hält sich acht Tage lang im Grönegau auf – dank einer Initiative der Oberschule Buer, die eine Schulpartnerschaft mit der türkischen Bildungsstätte anstrebt.

„Wir freuen uns, dass dieser Schüleraustausch zustande gekommen ist“, erklärte der Erste Stadtrat. In einer kurzen Rückschau erinnerte er daran, dass es im Jahre 2012 zu ersten Kontakten zwischen den beiden Schulen gekommen war. Im Jahr darauf seien dann mit Alexandra Hemme und Beate Kettmann zwei Lehrkräfte der Oberschule Buer nach Nigde gereist, um zusammen mit Vertretern der Bor Akin Gönen Anadolu Lisesi erste Gespräche zum Aufbau einer möglichen Schulpartnerschaft zu führen.

„Schön, dass vor diesem Hintergrund der erste Schüleraustausch stattfinden kann“, unterstrich Andreas Dreier. Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Projekt sowohl von der Stadt Melle als auch vom Deutsch-Türkischen Arbeitskreis Melle unterstützt werde.

Im Folgenden stellte der Redner Melle schlaglichtartig vor. Er ging dabei unter anderem auf die Geschichte der Stadt ein, skizzierte den Wirtschaftsstandort, stellte die vorhandenen Bildungsangebote heraus und ging nicht zuletzt auf die vielfältigen kulturellen Aktivitäten ein, die im Landstrich zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald geboten werden.  Dass Melle eine weltoffene Stadt sei, hob Andreas Dreier am Beispiel der insgesamt 13 bestehenden Städtepartnerschaften hervor. Zu den Aktivposten zähle dabei die Verbindung mit dem türkischen Nigde.

 

Im Namen der Delegation dankte Schulleiter Süleyman Aidin für die freundliche Aufnahme in Melle. Nigde sei mit der deutschen Partnerschaft nicht zu vergleichen. „Denn bei Ihnen in Melle ist es so schön grün“, fand der Redner anerkennende Worte für die weitläufigen Wälder und Felder, aber auch für die gepflegten Parks und Gartenanlagen. Es verstand sich von selbst, dass Süleman Aidin  eine Delegation der Oberschule Buer mit Leiterin Angelika Grobe an der Spitze zu einem Gegenbesuch in die Türkei einlud.

Der Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Freundeskreises Melle, Yilmaz Kilic, der während des Empfangs als Dolmetscher fungierte, fand in seinem Grußwort sehr persönliche Worte: „Ich bin sehr glücklich, dass es endlich geklappt hat mit der Schulpartnerschaft“, stellte er fest. Ziel einer solchen Verbindung solle es sein, Vorurteile abzubauen, Toleranz zu üben, Kultur und Lebensweise der Partner kennenzulernen und gesamtinhaltlich einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. „Hoffen wir also, dass diese Partnerschaft lange Bestand haben möge“, schloss Yilmaz Kilic sein Grußwort.

Mit einer eindrucksvollen Präsentation stellten Leiter Tim Wesselmann und dessen Stellvertreterin Cynthia Riebeling das Jugendzentrum „Altes Stahlwerk“ vor, ehe sich die Mitglieder der türkischen Delegation in das Gästebuch der Stadt Melle eintrugen.

Auf dem Programm der Gäste aus Nigde, die in Meller Familien untergebracht sind, stehen unter anderem eine Führung durch das Automuseum „Geschichte auf Rädern“, ein Besuch der Moschee in Melle-Mitte, ein Empfang im Generalkonsulat der Republik Türkei in Hannover – und natürlich die Teilnahme am Unterricht in der Oberschule Buer.
Text: Pressemitteilung der Stadt Melle; Jürgen Krämer